CDU Ratsfraktion Gelsenkirchen

Bezahlbare Bestattungen

Brosch: CDU-Fraktion vermisst Modellrechnung zur Verdeutlichung von 
Effekten der Friedhofsentwicklungsplanung und deren Auswirkungen auf die Preisstruktur
In ihrem Kommentar stellt Frau Bucek zutreffend fest, dass Bestattungen für Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt bezahlbar bleiben müssen.
Ebenfalls unstrittig ist die Feststellung, dass es sich bei Bestattungen um ein hochemotionales Thema handelt und sich die Rituale in der Gesellschaft im Laufe der Zeit verändert haben. Doch diese Veränderungen mit Blick auf die Friedhofsgebühren sind nicht vom Himmel gefallen: Nach unserem Kenntnisstand haben die teils deutlichen Hinweise von Vertretern der örtlichen (Fach-)Betriebe über Möglichkeiten zur Gegensteuerung leider nie eine erhoffte Reaktion seitens der Friedhofsfachverwaltung erfahren. Dieser zum damaligen Zeitpunkt wohl regelmäßige Austausch liegt inzwischen mehr als ein Jahrzehnt zurück“, so Alfred Brosch, Sprecher der CDU-Fraktion im Betriebsausschuss Gelsendienste.
 
Welche Gründe auch immer für die zurückliegende Entwicklung verantwortlich waren, ist heute fast nebensächlich, da es gilt die aktuellen Herausforderungen in den Fokus zu nehmen. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass es über einen langen Zeitraum einen bemerkenswerten Rückgang von Bestattungen gab, der wohl nicht allein auf Änderungen in den Bestattungswünschen der Bevölkerung, sondern vermutlich eher auf ökonomische Faktoren zurückzuführen ist. Und auch im Jahr 2019, so zeichnet sich bereits ab, setzt sich dieser Rückgang der Bestattungen fort. Wie erklärt es sich in diesem Zusammenhang, dass die meisten konfessionellen Einrichtungen in Gelsenkirchen vergleichbare Leistungen deutlich preiswerter anbieten können? Politisch hatte die CDU- Fraktion den zu beobachtenden Rückgang der Bestattungen auf kommunalen Anlagen schon 2006 im Rat der Stadt reklamiert.
 
Selbst ein ehemaliger Betriebsleiter der Gelsendienste hat 2010 konstatiert, dass man sich mit dieser veränderten Entwicklung der Bestattungskultur befassen müsse. Und dann?
 
„Das aktuelle Gegensteuern entlang einer Friedhofsentwicklungsplanung (FEP) ist der Versuch der städtischen Verwaltung, das Ruder doch noch herumzureißen. Doch wie soll das ausgerechnet, wie Frau Bucek schreibt, im „digital durchgetakteten, leistungsorientierten 21. Jahrhundert“ und einem sich immer weiter verschärfenden Wettbewerb gelingen?
Bedauerlicherweise konnte Gelsendienste bis heute keine einzige Modellrechnung darlegen, welche die Effekte der FEP deutlich werden lässt und aufzeigt, wann und in welchem Umfang sich die Preisstruktur in die erhoffte Richtung entwickelt, damit die individuell gewünschte Bestattung mit Blick auf die Friedhofsgebühren der kommunalen Anlagen auch in Gelsenkirchen bezahlbar (bleiben) wird“, so Alfred Brosch abschließend.